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21.10.06 Der Ellenbogen hält!!!

Ich habe mich ja lange nicht zu Wort gemeldet, aber ich denke, das war auch gut so, denn es war Einiges zu verarbeiten.

Seit dem letzten Eintrag sind zweieinhalb Monate vergangen, in denen Einiges passiert ist. Vieles davon war leider nicht so erfreulich.

Ich fange am besten der Reihe nach an. Es fing alles damit an, dass ich mich in der Woche vor den Deutschen Meisterschaften am Ellenbogen verletzt habe, was deswegen dumm war, weil vier Mann die Norm für die EM hatten und wenn ich nicht gestartet wäre, wäre es mit der EM aus gewesen. Also bin ich angetreten, habe mir vorher eine Spritze in den Ellenbogen jagen lassen (Danke Dr. Volker :-) ) und bin Zweiter mit 20,16m geworden, was aber meinem Ellenbogen nicht gerade gut getan hat. Ich denke im gesunden Zustand hätte es für den Titel gereicht.

Dann hatte ich zwei Wochen Zeit, um mich wieder auszukurieren, was auch Dank Dr. Hoffmeier und Dr. Steger gelang. Ich konnte natürlich in dieser Zeit keine Trainingstöße machen. Also bin ich freitags vollkommen schmerzfrei zum Bayer-Meeting nach Leverkusen gefahren, um wieder etwas Praxis zu bekommen. Raus kamen 19,60m und fünf Ungültige. So entschloss ich mich, da am Sontag die DLV-Gala in Nürnberg sein sollte, wo ein Leistungsnachweis für die EM erbracht werden sollte, am Samstag noch ein paar Trainingsstöße zu machen. Da passierte es natürlich wieder. Der Ellenbogen. Also versuchte ich es zu regeln, dass ich nicht in Nürnberg starten muss. Es führte kein Weg rein. Im Nachhinein waren es wahrscheinlich Missverständnisse, die aber eigentlich auch nicht passieren dürfen. Der Wettkampf war dann so, wie ich ihn vorhergesagt habe. Trotz Spritze waren die Schmerzen so groß, dass ich nach zwei ungültigen Stößen den Wettkampf beendete. Der Witz war, dass ich trotzdem bei der EM starten durfte, was aber nun unmöglich für mich war. Der Ellenbogen war ein Grund, aber wie das Leben so spielt, wenn man einmal Pech hat, dann richtig.

Das zweite und viel schwerwiegendere Problem ließ nicht lange auf sich warten. Am Montag nach Nürnberg ging ich in unseren OSP zur Ärztin, weil ich dachte, dass ich eine Wadenverhärtung hatte. Sie fragte mich wahrscheinlich aus Routine, ob ich denn in letzter Zeit viel Auto gefahren bin, was ich bejate. So durfte ich dann zu einem Spezialisten fahren, der eine Thrombose ausschliessen sollte. Nachdem er sie zweifelsfrei feststellen bzw. nicht ausschliessen konnte, fuhr ich in die Radiologie, wo mir dann gesagt wurde, ich hätte eine Venenthrombose in der rechten Wade. So wurde noch meine Lunge gescannt (oder wie auch immer man das nennt) und ein Krankenwagen gerufen, der mich dann mit Blaulicht in die Uniklinik fuhr. Hier wurden auch nochmal die verschiedensten Tests gemacht. Das Ganze dauerte zehn Stunden (und das ohne Essen). Naja auf jeden Fall heißt das, erstmal drei Monate Medikamente nehmen, die die Blutgerinnung hemmen, und beim Sport zurückhalten.

Alles in allem war das ein wirklich undankbarer Schluss der besten Saison, die ich bis jetzt hatte. Traurig ist auch, dass ich mit dem, was ich dieses Jahr drauf hatte, bei der EM nicht so schlecht ausgesehen hätte und es wäre wirklich schön gewesen, wenn drei Deutsche im Finale gestanden hätten.

Also, auf ein Neues.





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