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02.11.06 Fairplay - Camp Kienbaum



1. Tag: ?B***e Fußballer?

 

Nach einem viel zu zeitigem Abendessen (17.30) wegen irgendeiner Fußballtagung wurden die ganzen angereisten Sportler von Bärbel Wöckel begrüßt. Bärbel sollte den meisten hier noch als Weltklasse - Sprinterin bekannt sein. Die zweite bekannte Trainerin hier war Katrin Dörre-Heinig, die hier die Läufer betreute. Dazu kamen noch Andrea Petersen, Robert Schieferer und ich.

Nach einigen kleinen Kennenlernspielchen (es war erstaunlich, wie gut hier alle mitzogen) "durften" die Sportler ins Bett und wir hatten dann noch den Ablauf des Camps bei einem kleinen Bier abzusprechen...

 

2. Tag: "Sch...e, kaltes Wasser"

 

Der erste Schock am Morgen: kaltes Wasser beim Duschen. Irgendeine Pumpe war kaputt gegangen und wir hatten den ganzen Tag nur kaltes Wasser beim Duschen. Vormittag war das erste gemeinsame Training - relativ locker, da nachmittags noch ein D-Kader-Test angesetzt war. Der Test war recht interessant - man konnte schon sehen, wer kämpfen kann und wem diese Fähigkeit ein wenig fehlt. Leider ist mein Eindruck insgesamt im Nachwuchs so, dass der den Unterschied zwischen nicht mehr können und nicht mehr wollen nicht kennen (wollen). Vor allem in den Vereinen. Im Camp gings halbwegs.

 

3. Tag: "Da hätt ich doch noch mehr gekonnt"

 

Das war der Satz, den wir nach dem Cooper-Test am meisten gehört haben. Irgendwie waren alle wegen diesem blöden Cooper-Test so aufgeregt, dass einige von ihnen voher fast nicht mehr ansprechbar waren. Am Ende waren alle relativ froh, es geschafft zu haben und viele sogar mit guten bis sehr guten Leistungen - auch wenn ich zwischendurch ab und an einige ganz schön motivieren musste ;)

Direkt nach dem Cooper durfte ich für die beiden Gruppen Sprung/Mehrkampf und Wurf noch ein schönes Kreistraining aufbauen - zumindest mir hat das Spass gemacht *lol*

 

4. Tag: "Boah, is das geil"

 

Nachdem mich meine Werfergruppe schon die ganze Zeit genervt hat, habe ich sie halt mal mit in den großen Kraftraum in Kienbaum I genommen und dort ein wenig üben lassen. Alle waren durchweg begeistert von den Möglichkeiten. Natürlich haben wir auch noch einen kleinen Bankdruck - Wettkampf am Ende gemacht. Der Verlierer "durfte" den Trainiern und seinen Mitstreitern das Wasser an den Tisch bringen... Natürlich hab ich dem Trainertisch auch die Getränke für das Abendessen gesichert. War allerdings auch viel zu einfach, trotz der Relationen zum Körpergewicht. Robert durfte schon einige Male laufen.

Nachmittag wurde ein kleiner Ausflug nach Berlin gemacht. Vom Hauptbahnhof (der Leipziger ist schöner), vorbei an Angies kleinem, billigem Bürogebäude, dem Bundestag, Brandenburger Tor und dem Jüdischen Mahnmal zum Sonycenter. Am Jüdischen Mahnmal war bei einigen der anweseden Jugendgruppen zu sehen, dass das ganze für sie eher Bänke zum Ausruhen (ging grad so noch) oder ein Abenteuerspielplatz war (ging gar nicht). Ich mein, mir gefällt das Mahnmal auch nicht wirklich - aber irgendwo fehlt es vielen entweder am Bezug zur Geschichte oder dem Interesse - oder beidem.

vom Sony - Center war ich schon ein wenig enttäuscht. Ich habe mit akuter Gefahr für mein Konto gerechnet, war dann aber enttäuscht von dem Laden. Gefahr bestand nicht wirklich bei Sony direkt - sondern eher im dortigen Café: drei Euro für eine kleine Tasse Kaffee...

 

5. Tag: "Ich hab ganz ruhig geschlafen."

 

Entgegen unserer Befürchtungen verlief die Nacht sehr ruhig. Hat mich ein wenig gewundert, das wäre mir in dem Alter nicht passiert ;)

Nach dem abschließenden Basketballturnier gings für alle nach Hause. Ich war ganz schön geschafft - ich bin nicht zu meinem "Kienbaum - Mittagsschlaf" gekommen. So´ne Sch...e!

 





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