oder: Was zählt zur Grundversorgung?
1999 stieß Oliver-Sven Buder bei den Leichtathletik - Weltmeisterschaften in Sevilla im 2. Durchgang 21,03 m. Damit ging er in Führung. Diese baute er sogar mit seinem 4. Versuch auf 21,42 m aus. Die Verantwortlichen des ZDF hielten den Wettkampf sogar für so interessant und spannend, dass sie wegen des Wettkampfes der Samstagabend-Krimi ausfallen ließen. Oli wurde zwar im letzten Durchgang von C.J. Hunter noch auf den zweiten Platz verwiesen, aber darum geht es hier nicht. Ich habe das Finale gesehen und für mich war es damals mehr als erstaunlich, dass es möglich war, eine Programmänderung in diesem Maße wegen eines - sicher sehr spannenden - Kugelstoßfinals vorzunehmen. Und in diesem Jahr ist es wahrscheinlich nicht mal möglich die WM live im deutschen Fernsehen zu verfolgen - angeblich zu teuer und nicht lukrativ genug.
Der offene Brief der Sportler sollte ja mittlerweile den meisten bekannt sein. Ich habe auf carta.info allerdings einen sehr interessanten Artikel von Wolf-Dieter Ring gefunden, der mich an der Begründung der zu hohen Kosten für zwei Weltmeisterschaften und dem Interesse an der Übertragung zweifeln lässt. Dieser Artikel enthält unter anderem folgenden Satz:
"Dabei sind Finanzgebaren und Argumentation der öffentlich-rechtlichen Anstalten äußerst widersprüchlich: Die ARD hat beispielsweise kein Problem, für die Rechte an Boxveranstaltungen des Sauerland-Boxstalles zwischen 2013 und 2015 54 Mio. Euro auszugeben. Gleichzeitig sehen sich ARD und ZDF aber nicht in der Lage, für die Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Südkorea (2011) und Russland (2013) zwölf Mio. Euro zu bezahlen, mit dem Argument, Gebührengelder seien nicht dazu da, Sportrechteagenturen die Kassen zu füllen. Außerdem sei man aufgefordert, generell im Sportsegment zu sparen."
Ich denke, dass kann man erst einmal so unkommentiert stehen lassen...
René
P.S. www.kein-wm-blackout.org
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